Staffordshire Bullterrier
Auch bekannt als Staffie, Staffy. Ursprung: Grossbritannien. Steckbrief, rassetypische Gesundheitsrisiken und der passende Schutz.
- 11 – 17 kg
- Gewicht
- 12 – 14 Jahre
- Lebenserwartung
- Grossbritannien
- Ursprung
Steckbrief
Alle wichtigen Fakten zum Staffordshire Bullterrier
Rassemerkmale
9 Merkmale| Grösse | 35 – 40 cm |
|---|---|
| Gewicht | 11 – 17 kg |
| Lebenserwartung | 12 – 14 Jahre |
| Felltyp | Kurzhaar |
| Fellfarben | Rot Falb Weiss Schwarz Blau Gestroemt Alle Farben mit Weiss |
| Herkunft | Grossbritannien |
| Rassegruppe | FCI Gr. 3 · Terrier |
| Grössenklasse | Mittel |
| Hypoallergen | Nein |
Geschichte & Herkunft
Der Staffordshire Bullterrier entstand im 19. Jahrhundert in der Region Staffordshire in England durch Kreuzung von Bulldoggen und Terriern. Er wurde zunächst für Hundekämpfe eingesetzt. Nach dem Verbot der Tierkämpfe wurde er zum Familienhund umgezüchtet. In England wird er als Nanny Dog bezeichnet, da er für seine besondere Zuneigung zu Kindern bekannt ist. 1935 wurde er vom KC anerkannt.
Charakter & Verhalten
Was den Staffordshire Bullterrier ausmacht
Wesenszüge im Profil
- Hundunverträglichkeit bei mangelnder Sozialisation
- Übermäßiges Kauen und Zerstörung
- Ziehen an der Leine
- Übermäßige Aufregung bei Begrüßung
- Trennungsangst
- Intensive Sozialisation mit anderen Hunden ab Welpenalter
- Kauspielzeug und Kauknochen bereitstellen
- Kraftspiele und Zerrspiele als Auslastung
- Leinenführigkeit konsequent aufbauen
- Impulskontrolle systematisch trainieren
Gesundheit & Risiken
Rassespezifische Gesundheitsinfos
Wichtiger Hinweis
Der Staffordshire Bullterrier ist eine robuste Rasse mit durchschnittlicher Lebenserwartung. Die L2HGA (L-2-Hydroxyglutarinsäure-Urie) ist eine seltene, aber rassespezifische neurologische Stoffwechselerkrankung, für die ein Gentest verfügbar ist. Die Rasse ist prädisponiert für atopische Dermatitis. Die breite Grundergenetik sorgt insgesamt für gute Gesundheit.
Häufige Erkrankungen
| Krankheit | Risiko | Häufigkeit | Krankheitsbild öffnen |
|---|---|---|---|
| Atopische Dermatitis | Hoch | 10 % | |
| Hüftdysplasie | Mittel | 7 % | |
| Patellaluxation | Mittel | 5,5 % | |
| Katarakt (Grauer Star) | Mittel | 5 % | |
| OhrenentzüNdung | Mittel | 7 % | |
| Mastzelltumor | Mittel | 4 % | |
| Parodontalerkrankung | Mittel | 9 % | |
| Progressive Retinaatrophie (PRA) | Niedrig | 2,5 % | |
| Feline Epilepsie | Niedrig | 2 % | |
| L2hga | Niedrig | 2 % |
Häufigste Todesursachen
- Krebs (25.0%)
- Herzerkrankungen (12.0%)
- Bewegungsapparaterkrankungen (8.0%)
- Unfälle/Verletzungen (6.0%)
- Alter/natürlicher Tod (25.0%)
Empfohlene Vorsorge
- HD-Röntgen (vor Zucht, ab 12 Monate)
- Patella-Untersuchung (ab 6 Monate)
- Augenuntersuchung (ECVO, jährlich)
- L2HGA-Gentest (L-2-Hydroxyglutarinsäure-Urie)
- Herzuntersuchung (ab 6 Jahre jährlich)
Tierarztkosten
Durchschnittliche jährliche Tierarztkosten
Genetik
Gendefekte und DNA-Tests
Bekannte Gendefekte
| Defekt | Trägerhäufigkeit | DNA-Test | Priorität |
|---|---|---|---|
| HC HSS | 20 % | Ja | Hoch |
| PLL | 15 % | Ja | Hoch |
| HD POLYGEN | 20 % | Nein | Hoch |
| PHPV | 10 % | Nein | Mittel |
| PATELLALUXATION | 15 % | Nein | Mittel |
Empfohlene DNA-Tests
Genetische Diversität
Hereditäre Katarakt (HSF4) und Primäre Linsenluxation (PLL) sind die wichtigsten rassenspezifischen Gendefekte. Beide Tests sind in Zuchtverbänden Pflicht. Persistierende hyperplastische primale Glaskörper (PHPV/PTVL) können ebenfalls auftreten.
Pflicht-Tests (Zuchtverband)
- HSF4
- PLL
- HD-Röntgen
- Augenuntersuchung
Empfohlene klinische Untersuchungen
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO) jährlich
- HD-Röntgen
- Patellauntersuchung
- Gebisskontrolle
Pflege
Fell- und Körperpflege
Pflegeaufwand im Überblick
Besondere Pflegehinweise
- Kurzes, pflegeleichtes Fell mit minimalem Aufwand
- Haut auf Allergien und Hot Spots kontrollieren - Rasse neigt zu Hautproblemen
- Fell durch Bürsten zum Glänzen bringen - natürliches Oel verteilen
- Bei kaltem Wetter auf Kälteschutz achten - kurzes Fell wärmt nicht gut
- Krallen bei Gedächtnis- und Gehproblemen häufiger kontrollieren
Haltung
Wohnsituation und Eignung
Wohnen und Alltag
Klimaeignung
Besondere Hinweise
- In einigen Bundesländern Listenhund
- Sehr menschenbezogen, hasst Alleinsein
- Kann tieraggressiv sein, besonders gegenüber Artgenossen
- Kompakter Kraftaufbau, starkes Gebiss
- Trotz Kraft sehr liebebedürftig
Staffordshire Bullterrier: häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Wie alt wird ein Staffordshire Bullterrier?
Ein Staffordshire Bullterrier wird durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt. Die tatsächliche Lebenserwartung hängt von Gesundheit, Ernährung und Pflege ab.
Staffordshire Bullterrier: welche Krankheiten sind häufig?
Zu den häufigsten Erkrankungen beim Staffordshire Bullterrier gehören: Hüftdysplasie, Patellaluxation, Katarakt (Grauer Star), Progressive Retinaatrophie (PRA), Atopische Dermatitis. Eine gute Tierversicherung deckt diese Behandlungen ab.
Braucht ein Staffordshire Bullterrier eine Tierversicherung?
Ja, eine Tierversicherung ist für den Staffordshire Bullterrier empfehlenswert. Auch bei kleineren Rassen können Tierarztkosten schnell mehrere Tausend Euro betragen. Vergleiche jetzt die besten Anbieter.
Wie gross wird ein Staffordshire Bullterrier?
Der Staffordshire Bullterrier wiegt ausgewachsen 11 – 17 kg und erreicht eine Schulterhöhe von 35 – 40 cm. Er gehört zur Grössenklasse "Mittel".
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