Wobbler-Syndrom (Zervikale Spondylomyelopathie)
Überblick
Das Wobbler-Syndrom ist eine Erkrankung der Halswirbelsaeule, bei der es durch Kompression des Rückenmarks zu Ganganomalien kommt. Man unterscheidet zwei Hauptformen: die diskusbasierte Form (bei grossen Rassen wie Dobermann, mittleres bis aelteres Alter) und die knoechenbasierte Form (bei Riesenrassen wie Deutsche Dogge, junges Alter). Der Name 'Wobbler' stammt vom typischen schwankenden Gang der betroffenen Hunde.
Symptome
Schwankender Gang (Ataxie der Hinterhand)Steifer Gang der VorderhandNackenschmerzenSchwaeche in allen vier GliedmassenMuskelatrophie VordergliedmassenStolpern und StützenKnickfussung (Propriozeptionsdefizit)
Betroffene Rassen
Diagnose
- MRT (Goldstandard)
- CT
- Myelographie
- Neurologische Untersuchung
Behandlung
Konservativ
- Brustgeschirr (kein Halsband)
- Eingeschraenkte Aktivitaet
- Physiotherapie
Chirurgisch
- Ventral Slot
- Distraction-Fusion (Wirbelsaeulenstabilisierung)
- Dorsale Laminektomie
Medikamentös
- Glukokortikoide (kurzzeitig)
- NSAIDs
- Gabapentin
- Muskelrelaxantien
Behandlungskosten
1500 – 8000 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Zuchtauswahl
- Kontrolliertes Wachstum bei Riesenrassen
- Brustgeschirr statt Halsband
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