Portosystemischer Shunt (Leberversorgungskurzschluss)
Überblick
Ein portosystemischer Shunt (PSS) ist ein abnormales Blutgefaess, das das Blut aus dem Darm an der Leber vorbeileitet, sodass Toxine (Ammoniak etc.) nicht von der Leber entgiftet werden. Man unterscheidet angeborene (kongenital, am häufigsten) und erworbene Shunts. Kongenitale Shunts können extrahepatisch (häufiger bei Kleinrassen) oder intrahepatisch (häufiger bei Grossrassen) sein. Die Erkrankung führt zu hepatischer Enzephalopathie.
Symptome
Wachstumsretardierung (Kuemerling)Hepatische Enzephalopathie (Desorientiertheit, Kopfpressen, Anfälle)Erbrechen und DurchfallPolyurie/PolydipsieHarnsteine (Ammoniumurat)SpeichelnSymptome verstärkt nach MahlzeitenSchlechte Narkoseerholung
Betroffene Rassen
Diagnose
- Blutchemie (niedrige Harnstoff, Albumin, Cholesterin, Glukose)
- Ammoniak (nuechtern und postprandial)
- Gallensaeuren (pre- und postprandial - Goldstandard Screening)
- Abdominaler Ultraschall (Doppler)
- CT-Angiographie (Shunt-Darstellung, Goldstandard)
- Portographie
Behandlung
Konservativ
- Proteinreduzierte Diaet
- Mehrere kleine Mahlzeiten
Chirurgisch
- Ameroid Constrictor (gradueller Shuntverschluss)
- Cellophane Banding
- Direkte Ligatur (selten)
Medikamentös
- Lactulose (Ammoniak-Senkung)
- Antibiotika (Amoxicillin, Metronidazol - Darmflora)
- Antikonvulsiva (bei Anfällen)
- Leberschutzpraeparate (SAMe)
Behandlungskosten
2000 – 7000 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Zuchtausschluss betroffener Tiere
- Gallensaeuren-Screening bei Risikorassen
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