Felines Injektionsstellen-Sarkom (FISS)
Überblick
Das feline Injektionsstellen-Sarkom (FISS, früher Impfsarkom) ist ein aggressiver Tumor, der an Stellen subkutaner Injektionen entstehen kann. Die Inzidenz beträgt etwa 1:10.000 bis 1:30.000 Impfungen. Adjuvantien in Impfstoffen (insbesondere Tollwut und FeLV) werden als Hauptauslöser diskutiert, aber auch andere Injektionen können beteiligt sein. Der Tumor ist lokal invasiv mit hoher Rezidivrate. Die Leitlinien empfehlen Impfungen an den Extremitaeten.
Symptome
Schnell wachsende subkutane MasseFeste, nicht verschiebliche UmfangsvermehrungSchmerzhaftigkeit (variabel)Ulzeration (fortgeschritten)Lahmheit (bei Extremitaetenlokalisation)
Betroffene Rassen
Diagnose
- 3-2-1 Regel (>3cm, >2 Monate bestehend, >1 Monat nach Impfung wachsend)
- Inzisionsbiopsie (Goldstandard vor OP)
- CT/MRT (Tumorausdehnung)
- Roentgen-Thorax (Metastasencheck)
- Histopathologie
Behandlung
Konservativ
- Strahlentherapie (praeoperativ oder postoperativ)
- Doxorubicin/Carboplatin-Chemotherapie
- Immuntherapie (experimentell)
Chirurgisch
- Radikale chirurgische Exzision (3-5 cm Rand, 2 Faszienebenen)
- Amputation der Extremitaet bei distaler Lokalisation
Behandlungskosten
1000 – 6000 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Impfung an Extremitaeten (nicht interskapulaer)
- Adjuvansfreie Impfstoffe bevorzugen
- Impfintervalle individuell anpassen
- Impfstelle dokumentieren
- 3-2-1-Regel beachten
- Nur impfen was noetig ist (Risikobewertung)
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