Immunvermittelte haemolytische Anaemie (IMHA)
Überblick
Die IMHA ist eine schwere Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die eigenen roten Blutkörperchen zerstört. Sie ist die häufigste immunvermittelte Erkrankung beim Hund und kann primär (idiopathisch) oder sekundaer (durch Medikamente, Infektionen, Neoplasien) auftreten. Die Mortalitaetsrate beträgt trotz Behandlung 30-50%. IMHA tritt häufig zusammen mit immunvermittelter Thrombozytopenie auf (Evans-Syndrom), was die Prognose verschlechtert.
Symptome
Blasse oder ikterische SchleimhaeuteLethargie und SchwaecheTachykardieTachypnoeDunkler Urin (Haemoglobinurie)FieberErbrechenSplenomegaliePetechien (bei gleichzeitiger Thrombozytopenie)
Betroffene Rassen
Diagnose
- Blutbild (schwere Anaemie, Sphaerozyten, Retikulozytose)
- Coombs-Test (direkter Antikörpertest)
- Saline Agglutination Test
- Blutchemie (Bilirubin erhöht)
- Urinuntersuchung
- Gerinnungsprofil
- Ausschluss sekundaerer Ursachen
Behandlung
Konservativ
- Stationaere Intensivbehandlung
- Bluttransfusionen
Chirurgisch
- Splenektomie (bei Therapieresistenz)
Medikamentös
- Prednisolon (Immunsuppression, hohe Dosis)
- Mycophenolat-Mofetil
- Azathioprin
- Ciclosporin
- Leflunomid
- Intravenoes Immunglobulin (hIVIG)
- Thromboseprophylaxe (Clopidogrel, Low-Dose Aspirin)
Behandlungskosten
2000 – 8000 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Keine sichere Praevention bekannt
- Vermeidung unnötiger Medikamente
- Schnelle Behandlung von Infektionen
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