Hypothyreose (Schilddruesenunterfunktion)
Überblick
Die Hypothyreose ist die häufigste endokrine Erkrankung beim Hund. In über 95% der Fälle handelt es sich um eine primäre Hypothyreose, verursacht durch lymphozytaere Thyreoiditis (autoimmun) oder idiopathische Schilddruesenatrophie. Die Erkrankung führt zu einem Mangel an Schilddruesenhormonen (T4, T3), was den gesamten Stoffwechsel verlangsamt. Die Diagnose ist komplex, da viele Faktoren die Schilddruesenwerte beeinflussen können.
Symptome
Gewichtszunahme ohne erhöhte FutteraufnahmeLethargie und TraegheitKaelteintoleranzBilaterale symmetrische AlopezieVerdickung der Haut (Myxoedem)HyperpigmentierungTragische GesichtszuegeBradykardieReproduktionsstörungenPeriphere Neuropathie
Betroffene Rassen
Diagnose
- Gesamt-T4 (Screening)
- Freies T4 (Equilibriumdialyse)
- TSH
- Thyreoglobulin-Autoantikörper (TgAA)
- Blutbild (nicht-regenerative Anaemie, Hypercholesterinaemie)
Behandlung
Konservativ
- Lebenslaengliche Schilddruesenhormonsubstitution
Medikamentös
- Levothyroxin (L-Thyroxin) 0.02 mg/kg 2x taeglich
- Dosisanpassung nach 6-8 Wochen Blutwertkontrolle
Behandlungskosten
200 – 800 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Zuchtauswahl
- Regelmäßige Gesundheitschecks
- TgAA-Screening bei Risikorassen
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