Schilddruesenüberfunktion (Hyperthyreose)
Überblick
Die feline Hyperthyreose ist die häufigste endokrine Erkrankung bei aelteren Katzen. Sie wird meist durch ein benignes Adenom der Schilddruese verursacht und führt zu einer exzessiven Produktion von Schilddruesenhormonen (T4). Dies beschleunigt den Stoffwechsel massiv und kann sekundaer zu Herzerkrankungen (thyreotoxische Kardiomyopathie) und Niereninsuffizienz führen. Die Radiojodtherapie gilt als Goldstandard der Behandlung.
Symptome
Gewichtsverlust trotz gutem AppetitPolyphagie (gesteigerter Appetit)Polyurie/PolydipsieHyperaktivitaetErbrechenDurchfallTachykardieTastbare SchilddruesenvergrößerungStumpfes/ungepflegtes FellMuskelschwundUnruhe/Aggressivitaet
Betroffene Rassen
Diagnose
- Gesamt-T4 im Serum
- Freies T4 (fT4)
- TSH-Bestimmung
- Schilddruesen-Szintigraphie
- Blutdruckmessung
- Herzultraschall
- Nierenwerte (Kreatinin, SDMA)
Behandlung
Konservativ
- Methimazol/Thiamazol (Felimazol)
- Carbimazol
- Radiojodtherapie (I-131, Goldstandard)
- Jodreduzierte Diaet (Hill's y/d)
- Betablocker bei Tachykardie
Chirurgisch
- Thyreoidektomie (chirurgische Entfernung)
Behandlungskosten
200 – 3000 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Regelmäßige Schilddruesenkontrolle ab 8 Jahren
- Jaehrliche Blutuntersuchung bei Seniorkatzen
- Vermeidung von BPA-haltigen Materialien (diskutiert)
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