Brachycephales Obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS)
Überblick
BOAS ist ein Komplex von anatomischen Anomalien der oberen Atemwege bei kurzkoepfigen (brachycephalen) Hunderassen. Die Hauptkomponenten sind stenotische Nares (verengte Nasenloecher), verlagertes Gaumensegel, hypoplastische Trachea und evertierte Laryngealtaschen. Die Erkrankung führt zu chronischer Atemnot und kann lebensbedrohlich werden, besonders bei Hitze und Aufregung. BOAS ist Gegenstand intensiver züchterischer und tierschutzrechtlicher Diskussionen.
Symptome
Stertoroeses Atmen (Schnarchen)StridorBelastungsintoleranzZyanose (Blaufaerbung)HitzeintoleranzSynkopenSchlafapnoeErbrechen/RegurgitationKollaps bei Aufregung/Hitze
Betroffene Rassen
Diagnose
- Klinische Untersuchung
- BOAS Functional Grading (Cambridge-Test)
- Endoskopie/Laryngoskopie
- Roentgen (Trachea)
- CT (Atemwege)
- Belastungstest
Behandlung
Konservativ
- Gewichtsreduktion
- Hitzevermeidung
- Stressvermeidung
- Brustgeschirr statt Halsband
Chirurgisch
- Nasenlocherweiterung (Alarplastik)
- Gaumensegelkuerzung (Staphylektomie)
- Entfernung evertierter Laryngealtaschen
- Laser-assistierte Turbinektomie (LATE)
Medikamentös
- Kurzfristig: Glukokortikoide (Schwellungsreduktion)
- Prokinetika (bei GI-Reflux)
- Sauerstofftherapie (Notfall)
Behandlungskosten
1000 – 4000 €
Geschätzte Gesamtkosten
Prävention
- Verantwortungsvolle Zucht (laengere Nasen)
- BOAS-Grading vor Zuchteinsatz
- Gesetzliche Regelungen (Qualzucht-Paragraph)
- Gewichtskontrolle
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