Analbeutelentzündung/-verstopfung

Gastroenterologie12% HäufigkeitAlter: 2-10 JahrePrognose: Gut

Überblick

Analbeutelprobleme sind sehr häufig beim Hund und umfassen Verstopfung (Impaktion), Entzündung (Sakkulitis), Infektion und Abszessbildung der Analbeutel. Die Analbeutel sind zwei kleine Druesensaeckchen seitlich des Afters, die bei der Defaekation normalerweise entleert werden. Kleine Hunderassen sind besonders häufig betroffen. Chronische Analbeutelprobleme können auf zugrundeliegende Allergien oder Darmerkrankungen hinweisen.

Symptome

Schlittenfahren (Rutschen auf dem Hintern)Lecken der AnalregionBeissen/Jagen des eigenen SchwanzesUnangenehmer GeruchSchwellung neben dem AfterSchmerzhafter StuhlgangAbszessdurchbruch mit blutig-eitrigem Sekret

Betroffene Rassen

Diagnose

  • Rektale Palpation
  • Klinische Untersuchung
  • Zytologie des Sekrets
  • Ultraschall (bei V.a. Tumor)

Behandlung

Konservativ

  • Manuelle Entleerung der Analbeutel
  • Warme Kompressen
  • Faserreiche Ernährung

Chirurgisch

  • Analbeutelresektion (Sakkulektomie bei chronischen Fällen)
  • Abszessdrainage

Medikamentös

  • Antibiotika (bei Infektion/Abszess)
  • Analbeutelspeullung
  • Analgetika
  • Antiinflammatorische Instillation

Behandlungskosten

30 – 1500 €
Geschätzte Gesamtkosten

Prävention

  • Faserreiche Ernährung (fester Stuhl)
  • Gewichtskontrolle
  • Regelmäßige Kontrolle durch Tierarzt
  • Allergiemanagement

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