Weißer Schweizer Schäferhund
Auch bekannt als: Berger Blanc Suisse, Weisser Schaefer
Steckbrief
Alle wichtigen Fakten zum Weißer Schweizer Schäferhund
Rassemerkmale
| Gewicht | 25--40 kg |
|---|---|
| Lebenserwartung | 12--14 Jahre |
| Felltyp | Mittelhaar |
| Fellfarben | Weiss |
| Herkunft | Schweiz |
| Rassegruppe | FCI Gr. 1 -- Huetehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) |
| Hypoallergen | Nein |
Geschichte & Herkunft
Der Weisse Schweizer Schaeferhund teilt seine Herkunft mit dem Deutschen Schaeferhund. Weisse Exemplare kamen bereits in den frühen Wuerfen vor, wurden aber vom SV aus der Zucht ausgeschlossen. In Nordamerika und der Schweiz wurde die weisse Variante bewusst weitergezüchtet. 2003 wurde sie vom FCI als eigenstaendige Rasse anerkannt. Er ist tendenziell etwas sanfter im Wesen als der Deutsche Schaeferhund.
Charakter & Verhalten
Was den Weißer Schweizer Schäferhund ausmacht
Fuer Erstbesitzer geeignet: Nein
- Trennungsangst durch starke Bindung
- Uebermassiges Bellen bei Langeweile
- Aengstlichkeit bei ungenuegender Sozialisierung
- Leinenaggression
- Schreckhaftigkeit gegenueber lauten Geraeuschen
- Positive Verstärkung mit sanfter Konsequenz
- Umfassende Sozialisierung in den ersten Lebensmonaten
- Geistige und koerperliche Auslastung kombinieren
- Ruhetraining und Impulskontrolle foerdern
- Vielseitiges Training: Obedience, Nasenarbeit, Agility
Gesundheit & Risiken
Rassespezifische Gesundheitsinfos
Wichtiger Hinweis
Der Weisse Schweizer Schaeferhund teilt die gesundheitlichen Risiken des Deutschen Schaeferhunds, hat jedoch tendenziell weniger extreme Rueckenwinkelung und damit weniger Probleme mit der Hinterhand. Die HD-Rate ist dennoch signifikant. Degenerative Myelopathie und Spondylose sind wie bei allen Schaeferhundtypen ueberrepraesentiert. Das weisse Fell erfordert Sonnenenschutz bei starker UV-Belastung.
Haeufige Erkrankungen
| Krankheit | Risiko | Haeufigkeit |
|---|---|---|
| Hueftdysplasie | Hoch | 12% |
| Ellbogendysplasie | Mittel | 8% |
| Degenerative Myelopathie | Mittel | 4% |
| Arthrose | Mittel | 10% |
| Atopische Dermatitis | Mittel | 5.5% |
| Epilepsie | Mittel | 3.5% |
| Haemangiosarkom | Mittel | 5% |
| Hypothyreose | Mittel | 4% |
| Spondylose | Mittel | 8% |
| Ohrenentzuendung | Niedrig | 3% |
Häufigste Todesursachen
- Krebs (25.0%)
- Bewegungsapparaterkrankungen (14.0%)
- Neurologische Erkrankungen (8.0%)
- Herzerkrankungen (6.0%)
- Alter/natuerlicher Tod (22.0%)
Empfohlene Vorsorge
- HD/ED-Roentgen (Zuchtpflicht, ab 12 Monate)
- DM-Gentest (SOD1)
- Schilddruesenwerte (ab 4 Jahre jaehrlich)
- Augenuntersuchung (ECVO, jaehrlich)
- Blutbild und Organnwerte (jaehrlich)
Tierarztkosten
Durchschnittliche jaehrliche Tierarztkosten
Genetik
Gendefekte und DNA-Tests
Bekannte Gendefekte
| Defekt | Traegerhaeufigkeit | DNA-Test | Prioritaet |
|---|---|---|---|
| MDR1 | 30% | Ja | Hoch |
| DM | 20% | Ja | Hoch |
| HD POLYGEN | 30% | Nein | Hoch |
| ED POLYGEN | 18% | Nein | Mittel |
| MEGAOESOPHAGUS | 10% | Nein | Mittel |
| EPILEPSIE | 12% | Nein | Mittel |
Empfohlene DNA-Tests
Genetische Diversitaet
Der Weisse Schweizer Schaeferhund teilt viele genetische Risiken mit dem Deutschen Schaeferhund und hat ein signifikantes MDR1-Risiko. Alle Zuchttiere muessen auf MDR1 getestet werden, da betroffene Tiere auf Medikamente wie Ivermectin toedlich reagieren koennen. Degenerative Myelopathie und HD sind ebenfalls wichtige Risiken.
Pflicht-Tests (Zuchtverband)
- MDR1
- DM
- HD-Roentgen
- ED-Roentgen
- Augenuntersuchung
Empfohlene klinische Untersuchungen
- HD-Roentgen
- ED-Roentgen
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO)
- Schilddruesenprofil
- Gastroenterologische Untersuchung
Pflege
Fell- und Koerperpflege
Fellpflege
- Aufwand: Hoch
- Buersten: 3-4x pro Woche, taeglich bei Fellwechsel
- Buerstentyp: Pinselfruese, Unterwollkamm, Entfilzungskamm, Furminator
Weitere Pflege
- Zahnpflege: 2-3x pro Woche -- Keine besonderen rassespezifischen Zahnpflegeprobleme
- Krallen: Alle 4 Wochen
- Ohren: Woechentlich -- Stehohren - gut belueftet, aber auf Schmutz achten
Pflegekosten
Geschaetzte jaehrliche Pflegekosten
Pflegedetails
- Aufwand: Hoch
- Buerstentyp: Pinselfruese, Unterwollkamm, Entfilzungskamm, Furminator
- Baden: Alle 6-8 Wochen
- Trimmen/Scheren: Nicht noetig, NICHT scheren. Haare an Pfoten und Ohren koennen getrimmt werden.
- Fellwechsel: Stark
- Krallenpflege: Alle 4 Wochen
- Augenpflege: Bei Bedarf -- Neigung zu Augenfluss - bei weissem Fell sichtbar, regelmaessig reinigen
- Ohrenreinigung: Woechentlich -- Stehohren - gut belueftet, aber auf Schmutz achten
Besondere Pflegehinweise
- Mittellanges bis langes weisses Fell mit dichter Unterwolle - intensive Pflege noetig
- Weisses Fell verfaerbt sich schnell - bei Verschmutzungen sofort reinigen
- Starker Fellwechsel - waehrend des Haarwechsels taeglich buersen
- Fell hinter den Ohren und in den Achseln neigt zum Verfilzen
- Fell nicht scheren - zerstoert natuerliche Schutzfunktion
- Auf genetisch bedingte Degenerative Myelopathie (DM) achten
Haltung
Wohnsituation und Eignung
Wohnsituation
- Wohnung: Bedingt
- Garten: Empfohlen
- Platzbedarf: Hoch
Eignung
- Familien: Ja
- Erstbesitzer: Bedingt
- Senioren: Bedingt
- Kinder: Ja, ab Schulalter
Bewegung
Empfohlene taegliche Bewegung
Geeignete Aktivitaeten
Nicht geeignet für
- Heisse Klimazonen
- Menschen ohne Zeit fuer Fellpflege
- Berufstaetige den ganzen Tag
Haltungsdetails
- Wohnungseignung: Bedingt
- Platzbedarf: Hoch
- Max. alleine: 5 Stunden
- Senioren: Bedingt
- Kinder: Ja, ab Schulalter
Klimaeignung
Besondere Hinweise
- Weisses Fell braucht regelmaessige Pflege
- Haart stark, besonders beim Fellwechsel
- Sanfter als der Deutsche Schaeferhund im Durchschnitt
- Sehr lernwillig und intelligent
- Wachsam aber nicht aggressiv
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Häufige Fragen zum Weißer Schweizer Schäferhund
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Wie alt wird ein Weißer Schweizer Schäferhund?
Ein Weißer Schweizer Schäferhund wird durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt. Die tatsaechliche Lebenserwartung haengt von Gesundheit, Ernaehrung und Pflege ab.
Welche Krankheiten sind beim Weißer Schweizer Schäferhund haeufig?
Zu den haeufigsten Erkrankungen beim Weißer Schweizer Schäferhund gehoeren: Hueftdysplasie, Ellbogendysplasie, Degenerative Myelopathie, Arthrose, Atopische Dermatitis. Eine gute Tierversicherung deckt diese Behandlungen ab.
Braucht ein Weißer Schweizer Schäferhund eine Tierversicherung?
Ja, eine Tierversicherung ist fuer den Weißer Schweizer Schäferhund empfehlenswert. Auch bei kleineren Rassen koennen Tierarztkosten schnell mehrere Tausend Euro betragen. Vergleiche jetzt die besten Anbieter.
Wie gross wird ein Weißer Schweizer Schäferhund?
Der Weißer Schweizer Schäferhund wiegt ausgewachsen 25--40 kg. Er gehoert zur Groessenklasse "k.A.".
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