Steckbrief
Alle wichtigen Fakten zum Australian Shepherd
Rassemerkmale
| Gewicht | 18--30 kg |
|---|---|
| Lebenserwartung | 12--15 Jahre |
| Felltyp | Mittelhaar |
| Fellfarben | Blue Merle, Red Merle, Schwarz, Rot |
| Herkunft | USA |
| Rassegruppe | FCI Gr. 1 -- Huetehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) |
| Hypoallergen | Nein |
Geschichte & Herkunft
Trotz des Namens stammt der Australian Shepherd aus den USA. Baskische Schafer brachten im 19. Jahrhundert ihre Huetehunde über Australien nach Amerika, wo die Rasse weiterentwickelt wurde. Der Name entstand, weil die Hunde mit australischen Schafimporten assoziiert wurden. Er wurde zum vielseitigen Ranchhund im amerikanischen Westen und erlangte durch Rodeo-Shows Popularitaet.
Charakter & Verhalten
Was den Australian Shepherd ausmacht
Fuer Erstbesitzer geeignet: Nein
- Hüteverhalten gegenüber Kindern, Joggern, Radfahrern
- Zwanghaftes Verhalten bei Unterauslastung
- Trennungsangst
- Übermäßiges Bellen
- Nervosität und Überreizbarkeit
- Hüte-Ersatzarbeit anbieten: Agility, Treibball
- Mindestens 2 Stunden tägliche Auslastung
- Ruhetraining ist genauso wichtig wie Aktivität
- Klare Regeln und Struktur im Alltag
- Sozialisation besonders mit Fremden wichtig
Gesundheit & Risiken
Rassespezifische Gesundheitsinfos
Wichtiger Hinweis
Der MDR1-Gentest ist essenziell - ca. 50% der Australian Shepherds tragen den MDR1-Defekt, der zu lebensgefaehrlichen Reaktionen auf bestimmte Medikamente (Ivermectin, Loperamid u.a.) fuehren kann. Merle-x-Merle-Verpaarung ist verboten (Taubheit, Blindheit). Die Lethal-White-Problematik ist bekannt.
Haeufige Erkrankungen
| Krankheit | Risiko | Haeufigkeit |
|---|---|---|
| Epilepsie | Hoch | 6.2% |
| Hueftdysplasie | Mittel | 6% |
| Katarakt | Mittel | 4% |
| Progressive Retinaatrophie | Mittel | 2% |
| Hypothyreose | Mittel | 3% |
| Lymphom | Niedrig | 2% |
Häufigste Todesursachen
- Krebs (22.0%)
- Alter/natuerlicher Tod (20.0%)
- Epilepsie (8.0%)
- Lebererkrankungen (5.0%)
- Herzerkrankungen (4.0%)
Empfohlene Vorsorge
- MDR1-Gentest (Ivermectin-Empfindlichkeit, PFLICHT)
- Augenuntersuchung (ECVO jaehrlich)
- HSF4-Gentest (hereditaere Katarakt)
- CEA-Gentest (Collie Eye Anomaly)
- HD-Roentgen
- Epilepsie-Anamneseerhebung
Tierarztkosten
Durchschnittliche jaehrliche Tierarztkosten
Genetik
Gendefekte und DNA-Tests
Bekannte Gendefekte
| Defekt | Traegerhaeufigkeit | DNA-Test | Prioritaet |
|---|---|---|---|
| MDR1 | 50% | Ja | Hoch |
| MERLE | 50% | Ja | Hoch |
| CEA | 20% | Ja | Hoch |
| PRA PRCD | 15% | Ja | Mittel |
| HC HSS | 15% | Ja | Mittel |
| DM | 15% | Ja | Mittel |
| COBALAMIN MALABSORPTION | 8% | Ja | Niedrig |
| NCL | 5% | Ja | Niedrig |
Empfohlene DNA-Tests
Genetische Diversitaet
Der Aussie ist stark vom Merle-Thema betroffen. Erweiterte Merle-Tests wichtig zur Vermeidung von Doppelmerle. MDR1-Test ist essenziell fuer sichere Medikation. Die Rasse erlebt einen Boom, was zu erhoehtem Qualzucht-Risiko fuehrt (Mini/Toy Aussies).
Pflicht-Tests (Zuchtverband)
- MDR1
- CEA
- PRA-prcd
- Merle
- HD-Roentgen
- Augenuntersuchung
Empfohlene klinische Untersuchungen
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO) jaehrlich
- HD-Roentgen
- ED-Roentgen
- Epilepsie-Screening (Familienhistorie)
Pflege
Fell- und Koerperpflege
Fellpflege
- Aufwand: Hoch
- Buersten: 2-3x pro Woche
- Buerstentyp: Slicker Brush, Unterwollkamm, Metallkamm
Weitere Pflege
- Zahnpflege: 2-3x pro Woche -- Keine besonderen Anfaelligkeiten
- Krallen: Alle 4 Wochen
- Ohren: Woechentlich -- Kippohren mit Fell - regelmaessig auf Entzuendungen pruefen
Pflegekosten
Geschaetzte jaehrliche Pflegekosten
Pflegedetails
- Aufwand: Hoch
- Buerstentyp: Slicker Brush, Unterwollkamm, Metallkamm
- Baden: Alle 6-8 Wochen
- Trimmen/Scheren: Leichtes Trimmen an Pfoten, Ohren und Hinterlaeufen; NICHT scheren
- Fellwechsel: Stark
- Krallenpflege: Alle 4 Wochen
- Augenpflege: Woechentlich -- Anfaellig fuer Augenerkrankungen (CEA, Katarakt) - regelmaessig kontrollieren
- Ohrenreinigung: Woechentlich -- Kippohren mit Fell - regelmaessig auf Entzuendungen pruefen
Besondere Pflegehinweise
- Dichtes Doppelfell mit wetterfester Deckschicht
- Waehrend des Fellwechsels taeglich buersten
- Verfilzungen hinter Ohren und an Hosen vorbeugen
- Sehr aktive Rasse - nach Outdoor-Aktivitaeten auf Zecken und Kletten kontrollieren
- Merle-Faerbung erfordert Sonnenschutz bei hellen Hautstellen
Haltung
Wohnsituation und Eignung
Wohnsituation
- Wohnung: Nein
- Garten: Empfohlen
- Platzbedarf: Hoch
Eignung
- Familien: Bedingt
- Erstbesitzer: Nein
- Senioren: Nein
- Kinder: Ja, ab Schulalter
Bewegung
Empfohlene taegliche Bewegung
Geeignete Aktivitaeten
Nicht geeignet für
- Couchpotatoes
- Wohnungshaltung ohne Ausgleich
- Menschen ohne Hundeerfahrung
Haltungsdetails
- Wohnungseignung: Nein
- Platzbedarf: Hoch
- Max. alleine: 4 Stunden
- Senioren: Nein
- Kinder: Ja, ab Schulalter
Klimaeignung
Besondere Hinweise
- MDR1-Gendefekt moeglich - Medikamentenunvertraeglichkeit testen
- Huetetrieb kann problematisch werden
- Neigt zu Ueberdrehtheit wenn nicht ausgelastet
- Sehr bindungsstark
- Merle x Merle Verpaarung verboten
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Häufige Fragen zum Australian Shepherd
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Wie alt wird ein Australian Shepherd?
Ein Australian Shepherd wird durchschnittlich 12 bis 15 Jahre alt. Die tatsaechliche Lebenserwartung haengt von Gesundheit, Ernaehrung und Pflege ab.
Welche Krankheiten sind beim Australian Shepherd haeufig?
Zu den haeufigsten Erkrankungen beim Australian Shepherd gehoeren: Epilepsie, Hueftdysplasie, Katarakt, Progressive Retinaatrophie, Hypothyreose. Eine gute Tierversicherung deckt diese Behandlungen ab.
Braucht ein Australian Shepherd eine Tierversicherung?
Ja, eine Tierversicherung ist fuer den Australian Shepherd empfehlenswert. Auch bei kleineren Rassen koennen Tierarztkosten schnell mehrere Tausend Euro betragen. Vergleiche jetzt die besten Anbieter.
Wie gross wird ein Australian Shepherd?
Der Australian Shepherd wiegt ausgewachsen 18--30 kg. Er gehoert zur Groessenklasse "k.A.".
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